Excel mit Power Pivot – Revolution für den Fachanwender?

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Power Pivot RevolutionDer folgende von uns verfasste Artikel wurde im News Room des Controller Instituts veröffentlicht und vermittelt einen Überblick, was Power Pivot für die Fachbereiche im eigenen Unternehmen leisten kann.

Ausgangssituation

Excel ist aus dem Alltag der Fachbereiche Controlling, Finanzen, Marketing, Sales, Personal u.v.m. aller Unternehmensgrößen nicht wegzudenken. Trotz der großen Verbreitung von Datenbanken, Cubes und spezialisierter Business Intelligence Software werden Managementberichte, Grafiken und Dashboards, schwierige Szenarien und nicht zuletzt fast jede Planung am liebsten in Excel umgesetzt.

Aber Excel hat auch ein immanentes Problem, das bei der intensiven Verwendung von Datentabellen, SVERWEIS, INDEX, Abfragen und Pivottabellen sichtbar wird: Excel ist womöglich das beste BI Frontend aber leider als Datenspeicher ungeeignet. Schier endlose Aktualisierungsvorgänge, zu wenige Zeilen im Arbeitsblatt, Abstürze und im schlimmsten Fall Dateien, die sich eines Tages nicht mehr öffnen lassen, setzen ganz klar Grenzen für jede fortgeschrittene Excel Anwendung.

Was kann Power Pivot was Excel nicht kann?

Power Pivot DatenmodellPower Pivot bietet in Excel 2010 und noch intensiver in Excel 2013 eine – für viele revolutionäre – Lösung: ein direkt in Excel integriertes Datenmodell.

Aber nicht irgendeines: mit modernster In-Memory Technologie werden Millionen Datensätze aus den Quellsystemen und aus dem Web hoch-komprimiert verarbeitet und Buchungstabellen mit Dimensionstabellen (ganz ohne SVERWEIS!) zu sehr flexiblen Datenmodellen vereint. Die mächtigen Berechnungslogiken für Abweichungen, gewichtete Preise, Kumulation und vieles mehr machen das Power Pivot Datenmodell zu einem leistungsfähigen In-Memory Cube direkt am Desktop.

Was bringt das dem Power User im Fachbereich?

Analysen mit Millionen Datensätzen, flexibel angereichert mit Stammdaten und betriebswirtschaftlichen Berechnungen direkt in Excel. Dashboards und Berichte, die mit den sogenannten Cubeformeln zellgenau und hoch-dynamisch die Werte aus dem Power Pivot Datenmodell abfragen. Planungsmappen, die ebenfalls mit Cubeformeln elegant die Referenzwerte für Vorjahr, laufendes Jahr u.v.m. abfragen und so für den richtigen Planungskontext sorgen.

Was bringt das dem Unternehmen?

ProjektcontrollingPower Pivot ist eine leistungsfähige Self-Service-BI Lösung für den Fachbereich und damit eine agile Ergänzung zu bestehenden, IT-orientierten (starreren) BI Systemen. Darüber hinaus wird Power Pivot – insbesondere in Verbindung mit dem „großen Bruder“ SQL Server Tabular Model – immer mehr zur Alternative für traditionelle Cubes und für komplexe BI Instrumente.

Wohin geht der Trend, was kommt als Nächstes?

Das „Nächste“ ist schon da! Power Pivot ist mit Excel 2013 und Office 365 zum Zentrum der sogenannten „Power BI“-Produktsuite und damit der gesamten BI Strategie von Microsoft geworden. Power View, Power Query und Power Map sind rund um Power Pivot angesiedelt und ermöglichen völlig neue BI Anwendungen direkt in Excel. Office 365 sorgt für das Teilen im Team und den mobilen Zugriff. Partnerschaften insbesondere mit SAP sorgen für die Verbindung mit den „großen Datentöpfen“ im Unternehmen. Die Investitionssicherheit ist wohl gewährleistet.

Fazit

Revolution oder nicht – Power Pivot ist das derzeit heißeste Produkt für alle Excel und BI Profis in den Fachbereichen. Aber auch, wer sich einfach nur über zu große Excel-Dateien oder zu langsame Pivottabellen ärgert, kommt an Power Pivot nicht vorbei. Ansehen kostet nichts, verwenden auch nicht!

Controller Institut
Lesen Sie hier auch die Veröffentlichung im News Room des Controller Instituts.
(c) Robert Lochner

Robert Lochner

Robert Lochner ist seit 2001 als Unternehmer tätig und Gründer der Linearis. Seit seinem Betriebswirtschaftsstudium an der WU Wien ist er als Unternehmer in der BI Branche tätig, ist Trainer für Excel BI und Power BI und unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation ihrer Business Intelligence Prozesse. Er ist Autor des Linearis Blogs und mehrerer fachlicher Publikationen.

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